Informationen über den Umgang mit Igeln im Herbst |
| Gefahren für den
Igel in Lebensbereichen von Menschen! Die Welt der Igel ist schon lange nicht mehr in Ordnung. Zwar sieht man heutzutage öfter als früher eines der Stacheltiere im eigenen Garten, jedoch ist dieser eher ein letztes Rückzugsgebiet als ein ideales Biotop. In
den menschlichen Siedlungen sind die Igel allerlei
Gefahren ausgesetzt: Angefangen vom Straßenverkehr über
Baugruben, Lichtschächte, steilwandige Igeln - und mit ihnen auch anderen tierischen Gartenbewohnern - ist durch naturnahe Gartenbewirtschaftung viel geholfen. Betrachtet man dann auch noch die nähere und weitere Umgebung sozusagen mit den Augen eines Igels, wird man mancherlei Igel- Fallen finden und sie mit geringen Mitteln entschärfen können. Richtige Igel-Hilfe im HerbstIgel bauen Ihre Tages- und Winterschlafnester bevorzugt in Laub- und Reisighaufen. Bei Gefahr laufen sie nicht weg, sondern rollen sich zu einer Stachelkugel zusammen, schutzlos gegen Feuer und Gartengeräte. Sie werden oftmals schwer verletzt oder müssen einen grausigen Tod sterben. Dies ist leicht vermeidbar, wenn solche Haufen vor dem Anzünden vorsichtig umgesetzt werden. Sie vermeiden die Gefährdung von Mikroorganismen, Insekten und Kleintieren, z.B. Igeln, wenn Sie Laubsauger mit einer niedrigen Stufe der Blasfunktion nutzen. Igel, aber auch viele andere Kleintiere, leben unter Hecken und Gebüsch. Im Spätsommer und Herbst sind dort Igelnester mit Jungen zu erwarten. Werden trotz aller Vorsicht Igel freigeblasen, sollten sie in ähnliche aber ungefährdete Quartiere in der Nähe umgesetzt werden (in Zweifelsfällen Igelstation, Tierschutzverein oder Tierarzt kontaktieren). Wenn sich die Saugfunktion nicht vermeiden lässt, sollte vor dem Einsatz des Geräts die zu bearbeitende Fläche auf eventuell gefährdete Tiere kontrolliert werden. Bedenken Sie, dass die direkte Kompostierung des Laubs unter Hecken, Sträuchern und auf Beeten sinnvoll ist, zusätzliche Düngung spart und unerwünschten Krautbewuchs verhindert. Belassen und Lagern Sie einfach das Laub in diesen Bereichen! Der noch im Spätsommer auf die Welt gekommene Igelnachwuchs hat es oftmals schwer, sich bis zum Wintereinbruch ein ausreichendes Fettpolster anzufuttern, zumal das Nahrungsangebot im Herbst rapide abnimmt. Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle im Garten kann diesen Tieren geholfen werden. Nach dem Naturschutzgesetz ist es generell verboten, Igel aus der Natur zu entnehmen. Nur in bestimmten Ausnahmefällen dürfen Igel in menschliche Obhut genommen werden, und zwar dann wenn sie hilfsbedürftig sind. Das trifft zu auf verwaiste Igelsäuglinge, verletzte und kranke Igel, sowie auf solche, die bei Frost und/oder Schnee noch aktiv sind. Man erkennt diese Igel oft daran, dass sie tagsüber herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Die Pflege hilfsbedürftiger Igel, sowie deren artgerechte Unterbringung und Ernährung erfordert Sachwissen, weshalb man sich in jedem Fall mit einem Tierarzt oder einer Igelstation in Verbindung setzen sollte. Nicht jeder Igel braucht Hilfe aber jede Hilfe muss richtig sein! Auf keinen Fall sollte man glauben, alle Igel, die man im Herbst antrifft, benötigten häusliche Pflege. Erwachsene Igel ziehen sich schon relativ früh in ihr Winternest zurück, während die in diesem Jahr geborenen Jungigel noch bis weit in den Spätherbst hinein auf Futtersuche sind. Sie wissen instinktiv, dass ein gutes Fettpolster ihre Chance erhöht, den Winterschlaf zu überleben. Bei niedrigen Bodentemperaturen wird das Nahrungsangebot jedoch zunehmend dürftiger. Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle im Garten kann diesen Tieren geholfen werden. Auf der Speisekarte stehen Katzendosenfutter, jeweils mit Igeltrockenfutter vermischt und Wasser. Um das Futter vor ungebetenen Gästen wie Katzen oder Vögeln aber auch vor Regen zu schützen, wird es unter eine Kiste gestellt. Wichtig: Die Einschlupflöcher sollen nicht größer als 10 x l 0cm sein. Igel stehen übrigens ganzjährig unter Naturschutz und es ist generell verboten, gesunde Igel aus der Natur zu entnehmen. Igel dürfen deshalb nicht getötet, eingesammelt oder im Haus gehalten werden. Nur in bestimmten Ausnahmefällen dürfen Igel in menschliche Obhut genommen werden, und zwar dann, wenn sie hilfsbedürftig sind. Das trifft zu auf verwaiste Igelsäuglinge, verletzte und kranke Igel, sowie auf solche, die bei Frost und/oder Schnee noch aktiv sind. Gesunde Igel sind nachtaktiv. Ein Igel, der tagsüber herumläuft, braucht fast immer Hilfe, denn er ist meist krank oder verletzt. Man erkennt diese Igel oft daran, dass sie tagsüber herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Zufüttern allein reicht hier nicht mehr aus. In sollen Fällen sollte der Igel dem nächsten Tierarzt, einer Igelstation oder dem Tierschutzverein vorgestellt werden. Hier erhält man auch fachlichen Rat über artgerechte Pflege, Unterbringung und Ernährung. Hersfelder Tierschutzverein e. V. Ulrike Maibaum |